Update: Schon wieder neue Cargobike-Kaufprämien

Am 4. November 2018 in Stuttgart: Verkehrsminister Hermann an der Spitze der Bewegung. Foto: Ministerium für Verkehr BW / ARTARI Aerials

Fast im Wochentakt entstehen neue Cargobike-Kaufprämien. Oft sind sie nach kurzer Zeit aufgebraucht. Hier ein Update aus Stuttgart, Aachen, Köln, Celle und Nürnberg.

Die Stadt Stuttgart startete am 4. Oktober ihre eCargobike-Kaufprämie für Privatpersonen mit Kindern. Am 6. November verkündete die Stadt per Pressemitteilung: „Rund 300 Familien und Alleinerziehende reichen Förderantrag ein“. Das seien „deutlich mehr als erwartet“. Jetzt wird eine Aufstockung des ursprünglichen Budgets von 250.000 Euro erwogen.

Schon seit September 2017 zahlt das Land Baden-Württemberg eine Kaufprämie für gewerbliche eCargobikes und E-Lastenanhänger. Am 4. November lud Verkehrsminister Winfried Hermann nun FörderempfängerInnen zum gemeinsamen Fototermin ein (siehe Titelfoto). In der Pressemitteilung des Ministeriums heißt es:

„Wer ein E-Lastenrad fährt, hat sich an die Spitze der Verkehrswende gesetzt“, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann zu den über 60 E-Lastenrad-Fahrern, die sich am Sonntag, 4. November 2018, im Ehrenhof des Neuen Schlosses in Stuttgart versammelt haben. […] Insgesamt hat das Land bisher rund 800 E-Lastenräder gefördert. „Die meisten davon ersetzen ein Auto. Es könnten noch mehr sein, wenn die Kommunen ebenso komfortable Stellplätze für Lastenräder auf der Straße anbieten würden, wie sie es für Pkw tun“, erläuterte Minister Hermann.

Das Land Nordrhein-Westfalen hatte zum 1. Oktober eine Cargobike-Kaufprämie eingeführt.  Am 11. Oktober hat die Stadt Aachen eine zusätzliche eigene Kaufprämie für gewerbliche eCargobikes mit einem Budget von 50.000 Euro beschlossen. Details gibt es auf einer Infoseite der Stadt Aachen.

Am 22. Oktober folgte eine Pressemitteilung der Stadt Köln: Stadt will Anschaffung neuer Lastenfahrräder fördern. Der Gemeinderat soll im November über eine Cargobike-Kaufprämie mit einer Fördersumme von 100.000 Euro entscheiden. Antragsberechtigt sollen „kleine Unternehmen, Vereine und Zusammenschlüsse von Privatpersonen“ sein.

Bereits am 2. Oktober verkündete die Stadt Celle:

die Anschaffung von E-Lastenfahrrädern soll künftig mit 10 Prozent der Anschaffungskosten und maximal 500 Euro pro Rad sowie maximal 1.000 Euro je Antragsteller förderfähig sein.
Eine Sonderregelung gibt es für das dauerhafte Einrichten von Verleihsystemen für E-Lastenfahrräder. Hier ist eine einzelfallbezogene Festlegung der Förderquote vorgesehen, wobei das Augenmerk vor allem auf die Breitenwirkung des Verleihangebots und die verlässliche Präsenz des Projektträgers gelegt wird.

Auch in der CSU spricht sich die Beliebtheit von Cargobike-Kaufprämie herum. Der Bayernkurier berichtete am 24. Oktober über neue Forderungen der CSU-Stadtratsfraktion Nürnberg, um sich als „moderne Großstadtpartei“ zu profilieren:

Mit einem Förderprogramm für Lastenfahrräder soll Familien die Anschaffung dieser umweltfreundlichen Auto-Alternative erleichtert werden. „Mit 500 Euro Förderung für ein normales Lastenrad und 1000 Euro für die Elektro-Variante wollen wir die Anschaffung bezahlbar machen und die Leute motivieren, diesen Schritt zu wagen“, sagt CSU-Fraktionsvorsitzender Marcus König. Mit einem Lastenrad lassen sich sowohl die Wocheneinkäufe problemlos transportieren, als auch Ausflüge gemeinsam mit den Kindern bewältigen. „Mit Elektromotor ist so ein Lastenrad eine echte Alternative für die meisten Autofahrten“, so König weiter. Für dieses Projekt will die CSU einen Fördertopf mit 100.000 Euro in den Haushalt einstellen.

Ob auch der CSU-Parteifreund an der Spitze des Bundesverkehrsministeriums bald auf den Cargobike-Trend aufspringt?

Einen Überblick über alle aktuellen Cargobike-Kaufprämien in Deutschland und Österreich gibt es übrigens auf der Serviceseite Kaufprämien.

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